· 

Schritt für Schritt zum Ziel

Vielleicht bist Du nicht ganz glücklich darüber, dass Du immer wieder Aufgaben auf die lange Bank schiebst?

 

Das Aufschieben von „unangenehmen“ Aufgaben ist kein Ausdruck von Versagen, Drückebergerei oder Willensschwäche. Vielmehr stecken ganz persönliche und vielschichtige Ursachen dahinter und erst wenn Du weisst, welche Dinge Du aus welchen Gründen aufschiebst, wirst Du etwas gegen das Aufschieben tun kannst. 

 

Hier drei häufige Fälle aus der Praxis – mit den entsprechenden Gegenmassnahmen:

 

a) Ein unangenehmes Telefonat – jemand will sich beschweren oder Du musst jemandem die Meinung sagen. Der Gesprächspartner ist vielleicht arrogant, aggressiv, ungeduldig. Unangenehme Gefühle entstehen, wenn Du an das Telefonat denken. Kein Wunder, dass Du es hinauszögerst. 

 

-> Was tun?

Das beste Rezept: Anfangen, denn Handeln reduziert Angst. Packe den Stier bei den Hörnern. Kläre die Sachlage. Entschuldige Dich, wenn es nötig ist. Einer abfälligen Bemerkung begegnest Du etwa mit: „Schade, dass es Ihnen nicht zusagt. Können Sie Ihre Kritik konkretisieren, damit uns zukünftig eine Verbesserung gelingt?“

 

b) Du drückst Dich vor der langweiligen Buchhaltung, der Steuererklärung oder dem Ordnen Ihrer Versicherungsunterlagen. Die Belege ordnen, die Kostenabrechnung auf den neuesten Stand bringen, Zahlen über Zahlen. Da kommt Langeweile auf, denkst Du. Das Durcheinander sichten und in Ordnung bringen – dafür hast Du jetzt wirklich keine Zeit ...

Wie oft hast Du aus dem Gefühl der Langeweile eine Aufgabe immer wieder hinausgezögert? Meist sind es weniger herausfordernde Aufgaben wie Ablage, Einordnen, Post, Kopieren. Und schnell entsteht neben der Unlust gar Verärgerung über den benötigten Zeitaufwand: „Es gibt Wichtigeres zu tun.“ Deine Konzentration lässt nach, weil Du im Grunde gedanklich an einer anderen, attraktiveren Aufgabe arbeitest. Und diese Erfahrung veranlasst Dich, beim nächsten Mal mit noch grösserer Abneigung an die Sache heranzugehen.

 

-> Was tun?

Ändere Deine die eigene Einstellung.

Denke nicht: „Die Buchhaltung (…die Steuererklärung oder was auch immer) raubt mir wieder viel Zeit“, sondern: „Jetzt schaffe ich mir wieder Überblick über die offen stehende Rechnungen, über den Geldfluss des letzten Jahres….“

 

c) Seit Tagen schiebst Du die Infos und Unterlagen für die bevorstehende Präsentation oder eines Briefes von einer Ecke des Schreibtisches in die andere. Etliche Ansätze sind entworfen, aber auch genauso schnell wieder verworfen. Du kommst nicht voran. 

Sobald Du an die Ausarbeitung denkst, graut es Dir. In Deinem Kopf steht alles still. Wut über die eigene Unfähigkeit und Panik kommen auf:  Schaffst Du es noch rechtzeitig? Die Zeit scheint Dir zwischen den Fingern zu zerrinnen.

Sich neuen Herausforderungen zu stellen, die eigenen Grenzen zu überschreiten oder an Grenzen eigener Fähigkeiten zu stossen, löst Ängste aus. Und die Ängste blockieren das Handeln. Ist man der Aufgabe überhaupt gewachsen?

Neues schafft Begeisterung, aber je nach Grösse und Intensität der Herausforderung auch das Bedürfnis nach Schutz und Vertrautem. Schnell fühlst Du den Boden unter den Füssen schwinden. Sicherheit suchend, wendest Du Dich gewohnten Aufgaben zu. Aufschieben heisst in diesem Fall „Suche nach dem Ausweg“. Der innere Druck aus Unsicherheit, Angst und Selbstzweifel wird dabei aber nur scheinbar verringert; das weisst Du.

 

-> Was tun?

Bediene Dich  der Salamitaktik und zerlege schwierige oder/und ungewohnte Arbeiten in Teilaufgaben. Dabei stellest Du beispielsweise fest, dass eine Scheibe Dir bereits vertraut ist. Nur bei einigen Scheiben kennst Du Dich (noch) nicht aus.

Beginne nun bei der Scheibe, die Dir am meisten zusagt – das muss nicht der Anfang sein. Schliesslich hast Du später noch genügend Gelegenheit, das Projekt zu überarbeiten, die Übergänge zu glätten und die Scheiben wieder zu einem Ganzen zu zusammenzufügen.

Halte in jedem Fall den festgesetzten Arbeitsbeginn ein. Gebe dem inneren Druck, etwas anderes zu tun, nicht nach. Es gilt, die Spannung, die Unsicherheit zu ertragen. Lasse Dir selbst und Deiner Kreativität Zeit. Die Ideen werden kommen, sobald Du Dich nicht mehr ständig mit anderen Sachen respektive mit Ausweichmöglichkeiten beschäftigst. Akzeptiere Blockaden.

 

Bleibe gelassen, und schaue auf das, was Du bereits geleistet hast – klar, dass es Dir auch diesmal gelingen wird!

 

Möchtest Hilfe und Unterstützung beider Umsetzung deiner Ziele?

Dann nimm die einzigartige Möglichkeit wahr und sichere Dir ein kostenloses Beratungsgespräch:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0