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Gesetz der Liebe

Die drei abrahamischen Religionen - das Judentum, das Christentum und der Islam - sind eng miteinander verwandt und von gemeinsamen Propheten gestiftet. Der zentrale Kern aller prophetischen Botschaften ist derselbe: die Einheit und als Folge davon die Liebe als Ausdruck dieser Einheit.

Moses überbrachte einheitliche, für jeden Menschen gültige Gesetze; Jesus warb für das Handeln in Liebe, was nur im Gefühl des Zusammengehörens in der Einheit möglich ist. Und Mohammed wies wieder direkt und klar auf die Einheit allen Seins in Gott hin. Aus dem Empfinden des Einsseins mit den anderen Menschen und Geschöpfen kann Liebe fliessen. Liebe ist - auf einen Nenner gebracht - nichts anderes als der Drang nach Einheit. Liebe ist eine Kraft, die aus unserer inhärenten Sehnsucht nach der ursprünglichen Einheit allen Lebens entsteht. Sie ist die Kraft und das Bewusstsein über die Verbindung von allem Existierenden, unabhängig von Raum und Zeit. 

 

Für Freunde der naturwissenschaftlichen Logik: 

Werde Dir bewusst, dass Duallein durch die Atmung und Temperaturregulierung täglich 1 Liter Flüssigkeit verdunstest und diese an den Wasserkreislauf der Welt abgibst, und dass Du täglich mindestens 2 Liter Flüssigkeit in Form von Getränken und Nahrungsmitteln zu dir nimmst. Da die Erde bekanntlich über einen geschlossenen Wasserhaushalt verfügt, muss das Wasser in Ihrem Kaffee, in Ihrer Suppe in den letzten Jahrtausenden schon etliche Menschen, Tiere und Pflanzen durchlaufen haben. Wenn Sie sich das vorstellen, erhalten Sie ein Bild Ihrer Verbindung mit der Erde, mit jedem Lebewesen, jeder Wolke, jedem Fluss und jedem Blatt. 

 

Die Kraft dieser Verbundenheit und das Bewusstsein über diese Verbundenheit kennt keine Grenzen weder vor Nationen, Menschen, Völkern, Religionen noch vor der Natur. Das Bewusstsein über diese Verbundenheit ist die einfachste Form, um einander wohlwollend, verzeihend und von Herzen zu begegnen und zu verstehen, unabhängig von Sprachen und Herkunft, im Zusammenleben der Menschen, der Völker, der Natur und allem was ist und existiert. 

 

Angenommen wir lernen über Nacht,  uns der Verbundenheit allen Lebens immerfort bewusst zu sein und unsere Handlungen und unser Denken von diesem Bewusstsein leiten zu lassen, was kann noch an Wut, Missgunst, Gleichgültigkeit und Schuldzuweisungen Platz haben? Wie würden sich unsere Prioritäten ändern? Was würdest Du morgen anders tun als in der Vergangenheit?

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