Lebenssicherheit und Existenzangst
10/06/07 /15:31 Zu finden in der Kategorie:Coaching
Als moderner Mensch (Homo sapiens) sind Sie ein Säugetier aus der Ordnung der Primaten (Primates). Sie gehören zur Unterordnung der HYPERLINK "http://66.102.9.104/wiki/Trockennasenaffen (Haplorhini) und dort zur Familie der Menschenaffen (Hominidae). Wie manche andere Tiere weisen Sie als Mensch einige hoch spezialisierte Merkmale auf.In mehreren Eigenschaften unterscheiden Sie sich von den heute bekannten übrigen Tierarten:
Aufgrund Ihrer intellektuellen oder auch kulturellen „Fähigkeiten“ sind Sie als Mensch in der Lage, sich veränderten Umweltbedingungen sehr viel besser und schneller anzupassen als jedes andere Tier. Sie besitzen die Fähigkeit, Ihr erlerntes Wissen, auf die nachfolgenden Generationen zu übertragen und damit stehen Sie als Mensch nicht in der Notwendigkeit, Informationen entweder durch die genetische Vererbung zu erhalten oder Erfahrungen genauso wie Ihrer Vorgänger immer aufs Neue selbst machen zu müssen, sondern können auf Handlungen und Informationen zurückgreifen, die viele Generationen vor Ihnen geschaffen haben. Auch sind Sie in der Lage, in Ihrem zeitlichen Bewusstsein Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft sowie Ursache und Wirkung in kausale Zusammenhänge zu bringen.
Sie können also Ihre Handlungen vergleichen, planen und somit teilweise eine Zukunft entwerfen. Sie sind als Mensch in der Lage, die Lebensbedingungen Ihrer Art durch Arbeit bewusst zu gestalten, solange Sie sich Ihre Arbeit aussuchen können und Sie keine sonstigen Hindernisse daran hindern. Nach Ansicht des Soziologen Niklas Luhmann ist der Mensch „das einzige Lebewesen, dem die Aussicht auf einen zukünftigen Hunger schon jetzt Sorgen macht“. Daraus resultieren Neugier und Experimentierfreudigkeit, aber auch Ängste vor dem Ungewissen. Als menschliches Individuum können Sie sich Ihrer selbst und Ihrer eigenen Sterblichkeit grundsätzlich bewusst sein.
Das sind Sie alles und ich auch.
Und was machen Sie daraus ? Wie nutzen Sie die dem Menschen gegebenen Fähigkeiten ? Wie gehen Sie mit der Fähigkeit um, sich wegen des Hungers von morgen schon heute Sorgen zu machen ?
Ich habe ja das grosse Privileg, meinen Arbeitsalltag selbst zu gestalten bestimmen. Ich kann mir nicht nur aussuchen, wann und mit wem ich arbeite. Ich kann auch die Inhalte und Aufgaben meiner Arbeit selbst bestimmen. Das ist ein Teil meines Lebens, für den ich sehr dankbar bin; auch deshalb, weil ich es ja auch anders kenne. Du gehst arbeiten, nicht weil dich deine Arbeit wirklich erfüllt. Nein, du gehst arbeiten, weil du am Monatsende deine Rechnungen bezahlen musst. Das ist wohl leider der Normalfall, auch wenn ich das für eine ziemliche Verschwendung von Lebenszeit und -energie halte.
Tatsächlich steckt jedoch in den meisten von uns wesentlich mehr, als wir uns selbst zutrauen. Jeder könnte seinen Platz im Berufsleben finden. Eine Tätigkeit die ihn erfüllt und die zu seinen Stärken und Vorlieben passt.
Die herkömmliche Vorgehensweisen, wie sie in "normalen" Bewerbungstrainings angewendet wird, ist jedoch selten geeignet, eine solche Tätigkeit zu finden. Und unsere gesellschaftlichen Strukturen und die Strukturen des Arbeitsmarktes sind auch nicht unbedingt darauf angelegt, dass wir eine berufliche Aufgabe finden, die unseren Stärken entspricht.
Aber ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es auch anders geht. Ich habe es schon mehrmals erlebt, dass Menschen auf Wegen, die sie nicht in den gängigen Bewerbungsratgebern gefunden haben, einen Job bekommen (oder sich schaffen).
Aber dazu muss man den Mut haben, nach alternativen Wegen zu gehen und gegen den Strom zu schwimmen. Man muss das Leben selbst in die Hand nehmen und sein eigenes Ding machen, d.h. die Verantwortung für das eigene Leben übernehmen, Neues wagen und lernen, und auch mal über seinen Schatten springen.
Viele Menschen fühlen sich - auch was ihren Beruf angeht - nicht frei, weil ihr Leben von Existenzangst bestimmt wird. Diese ist jedoch in den Regel nicht objektiv, denn niemand, der seinen Job verliert, verliert bei uns auch seine Existenz; er hört nicht auf zu existieren. Es ist vielmehr die Angst nicht mehr dazuzugehören, die Angst vor dem sozialen Abstieg.
Wenn Sie also in einem ungeliebten Job fest hängen und Sie merken, dass die Existenzangst Sie davon abhält, Ihr Leben zu ändern, dann wäre es an der Zeit, sich zu fragen: "Was soll mein Leben bestimmen? Die Angst oder die Liebe zum Leben? Die Neugier und Experimentierfreudigkeit oder Ängste vor dem Ungewissen ?".
Neben der Frage nach unseren Stärken geht es auch darum, seine Tätigkeit als Teil eines grossen Ganzen zu begreifen, begreifen zu können. Auch dazu müssen wir über unseren Tellerrand hinaussehen, das Leben als Geschenk erfahren und angstfrei lieben. Dazu die folgende Geschichte:
Aufgrund Ihrer intellektuellen oder auch kulturellen „Fähigkeiten“ sind Sie als Mensch in der Lage, sich veränderten Umweltbedingungen sehr viel besser und schneller anzupassen als jedes andere Tier. Sie besitzen die Fähigkeit, Ihr erlerntes Wissen, auf die nachfolgenden Generationen zu übertragen und damit stehen Sie als Mensch nicht in der Notwendigkeit, Informationen entweder durch die genetische Vererbung zu erhalten oder Erfahrungen genauso wie Ihrer Vorgänger immer aufs Neue selbst machen zu müssen, sondern können auf Handlungen und Informationen zurückgreifen, die viele Generationen vor Ihnen geschaffen haben. Auch sind Sie in der Lage, in Ihrem zeitlichen Bewusstsein Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft sowie Ursache und Wirkung in kausale Zusammenhänge zu bringen.
Sie können also Ihre Handlungen vergleichen, planen und somit teilweise eine Zukunft entwerfen. Sie sind als Mensch in der Lage, die Lebensbedingungen Ihrer Art durch Arbeit bewusst zu gestalten, solange Sie sich Ihre Arbeit aussuchen können und Sie keine sonstigen Hindernisse daran hindern. Nach Ansicht des Soziologen Niklas Luhmann ist der Mensch „das einzige Lebewesen, dem die Aussicht auf einen zukünftigen Hunger schon jetzt Sorgen macht“. Daraus resultieren Neugier und Experimentierfreudigkeit, aber auch Ängste vor dem Ungewissen. Als menschliches Individuum können Sie sich Ihrer selbst und Ihrer eigenen Sterblichkeit grundsätzlich bewusst sein.
Das sind Sie alles und ich auch.
Und was machen Sie daraus ? Wie nutzen Sie die dem Menschen gegebenen Fähigkeiten ? Wie gehen Sie mit der Fähigkeit um, sich wegen des Hungers von morgen schon heute Sorgen zu machen ?
Ich habe ja das grosse Privileg, meinen Arbeitsalltag selbst zu gestalten bestimmen. Ich kann mir nicht nur aussuchen, wann und mit wem ich arbeite. Ich kann auch die Inhalte und Aufgaben meiner Arbeit selbst bestimmen. Das ist ein Teil meines Lebens, für den ich sehr dankbar bin; auch deshalb, weil ich es ja auch anders kenne. Du gehst arbeiten, nicht weil dich deine Arbeit wirklich erfüllt. Nein, du gehst arbeiten, weil du am Monatsende deine Rechnungen bezahlen musst. Das ist wohl leider der Normalfall, auch wenn ich das für eine ziemliche Verschwendung von Lebenszeit und -energie halte.
Tatsächlich steckt jedoch in den meisten von uns wesentlich mehr, als wir uns selbst zutrauen. Jeder könnte seinen Platz im Berufsleben finden. Eine Tätigkeit die ihn erfüllt und die zu seinen Stärken und Vorlieben passt.
Die herkömmliche Vorgehensweisen, wie sie in "normalen" Bewerbungstrainings angewendet wird, ist jedoch selten geeignet, eine solche Tätigkeit zu finden. Und unsere gesellschaftlichen Strukturen und die Strukturen des Arbeitsmarktes sind auch nicht unbedingt darauf angelegt, dass wir eine berufliche Aufgabe finden, die unseren Stärken entspricht.
Aber ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es auch anders geht. Ich habe es schon mehrmals erlebt, dass Menschen auf Wegen, die sie nicht in den gängigen Bewerbungsratgebern gefunden haben, einen Job bekommen (oder sich schaffen).
Aber dazu muss man den Mut haben, nach alternativen Wegen zu gehen und gegen den Strom zu schwimmen. Man muss das Leben selbst in die Hand nehmen und sein eigenes Ding machen, d.h. die Verantwortung für das eigene Leben übernehmen, Neues wagen und lernen, und auch mal über seinen Schatten springen.
Viele Menschen fühlen sich - auch was ihren Beruf angeht - nicht frei, weil ihr Leben von Existenzangst bestimmt wird. Diese ist jedoch in den Regel nicht objektiv, denn niemand, der seinen Job verliert, verliert bei uns auch seine Existenz; er hört nicht auf zu existieren. Es ist vielmehr die Angst nicht mehr dazuzugehören, die Angst vor dem sozialen Abstieg.
Wenn Sie also in einem ungeliebten Job fest hängen und Sie merken, dass die Existenzangst Sie davon abhält, Ihr Leben zu ändern, dann wäre es an der Zeit, sich zu fragen: "Was soll mein Leben bestimmen? Die Angst oder die Liebe zum Leben? Die Neugier und Experimentierfreudigkeit oder Ängste vor dem Ungewissen ?".
Neben der Frage nach unseren Stärken geht es auch darum, seine Tätigkeit als Teil eines grossen Ganzen zu begreifen, begreifen zu können. Auch dazu müssen wir über unseren Tellerrand hinaussehen, das Leben als Geschenk erfahren und angstfrei lieben. Dazu die folgende Geschichte: