Der Herr der Ringe und die Philosophie
04/01/10 /20:18 Zu finden in der Kategorie:Philosophisches | Literatur
Eine wunderbare Idee: Die berühmte Saga "Der Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien wird daraufhin untersucht, auf welche philosophischen Fragen sie Antworten bereithält. Wie soll ich leben? Was würde Nietzsche zu einer amoralischen, machtversessenen Gestalt wie Saroman sagen, was Hannah Arendt? Welche historischen Hintergründe tönen das Werk, das Tolkien in den Jahren vor, nach und während des Zweiten Weltkriegs in England schrieb? Die Qualität der Ausführungen überzeugt: Die Autoren, allesamt solide akademische Philosophen und erklärte Fans des archetypischen Epos’, geben ausgesprochen kluge und unterhaltsame Antworten.
Unter Titeln wie „Tolkien und die Natur des Bösen“, „Tolkiens grüne Zeit: Umweltthemen im Herrn der Ringe“ oder „Tolkiens sechs Schlüssel zum Glück“ nähern sich die Autoren universellen und existenzphilosophischen Fragen nach dem richtigen Leben. Humorvoll erzählend, gewinnen sie hier auch Leser, die sich sonst kaum mit Philosophie befassen, für die großen Themen des Lebens. So wird etwa das Gedankenspiel begonnen, welche Gefahren z. B. entstehen, wenn jemand zu viel Macht besitzt. Dies ist eine Gefahr, die vielleicht nicht nur das Schicksal der Elben, Zwerge und Ents entscheidet, sondern auch das der ganz irdischen Menschen unserer Tage, die an Technologien arbeiten, die in ihrer Wirkung der Macht der Ringe in nichts nachstehen.
Ein alternativer Weg wäre der einer Selbstbeschränkung, basierend auf Treue, Freundschaft und Gemeinschaft analog zu Aristoteles’ Nikomachischer Ethik. Bei Tolkien findet das Thema seine kongeniale Entsprechung. Auch die Frage, ob es eine Macht gibt, die sich auf gute Zwecke beschränkt, wird hier gründlich reflektiert. Kurz: Das Buch ist eine wunderbar lehrreiche philosophische Reise durch das Land von Tolkiens
Unter Titeln wie „Tolkien und die Natur des Bösen“, „Tolkiens grüne Zeit: Umweltthemen im Herrn der Ringe“ oder „Tolkiens sechs Schlüssel zum Glück“ nähern sich die Autoren universellen und existenzphilosophischen Fragen nach dem richtigen Leben. Humorvoll erzählend, gewinnen sie hier auch Leser, die sich sonst kaum mit Philosophie befassen, für die großen Themen des Lebens. So wird etwa das Gedankenspiel begonnen, welche Gefahren z. B. entstehen, wenn jemand zu viel Macht besitzt. Dies ist eine Gefahr, die vielleicht nicht nur das Schicksal der Elben, Zwerge und Ents entscheidet, sondern auch das der ganz irdischen Menschen unserer Tage, die an Technologien arbeiten, die in ihrer Wirkung der Macht der Ringe in nichts nachstehen.
Ein alternativer Weg wäre der einer Selbstbeschränkung, basierend auf Treue, Freundschaft und Gemeinschaft analog zu Aristoteles’ Nikomachischer Ethik. Bei Tolkien findet das Thema seine kongeniale Entsprechung. Auch die Frage, ob es eine Macht gibt, die sich auf gute Zwecke beschränkt, wird hier gründlich reflektiert. Kurz: Das Buch ist eine wunderbar lehrreiche philosophische Reise durch das Land von Tolkiens