Ein Esel vor zwei Heuhaufen

Ein Esel steht vor zwei Heuhaufen, beide gleich gross, beide gleich weit von ihm entfernt. Welchen soll er zuerst fressen? Der Esel überlegt...
Ein Esel steht vor zwei Heuhaufen, beide gleich gross, beide gleich weit von ihm entfernt. Welchen soll er zuerst fressen? Der Esel überlegt. Und überlegt. Und überlegt. Bis er an seiner Unschlüssigkeit verhungert.

Das Gleichnis aus der Antike erzählt man sich heute noch, um der Qual der Wahl auf die Schliche zu kommen. Doch es geht gar nicht um die Qual der Wahl. Wie die Forschung zeigt, ist die Wahl unter wenigen genau umgrenzten Alternativen ist entschieden besser, als gar keine Wahl zu haben.
 
Doch entgegen dem Lehrsatz des Liberalismus "Je mehr Möglichkeiten der Mensch besitzt, desto freier ist er" , verwirren uns irgendwann die unzähligen Möglichkeiten. Man denke an die erdrückenden Joghurt-Regale im Supermarkt. Die Auswahl ist heute beinahe unendlich... «light», «halbfett», «Bio», mit 3,5% oder 6%Fruchtanteil, mit diesen oder jenen Bakterien... . Aber wir müssen nicht nur zwischen Joghurt «fettarm», «Fitness» und «Weight-Watcher» entscheiden, sondern auch zwischen Supermarkt und Webshop, zwischen Milch vom regionalen Bauern und Importmilch. Dabei vertrödeln wir so viel Zeit mit unwichtigen Entscheiden, dass die essentiellen Dinge auf der Strecke bleiben.

Es scheint doch eher: Je freier der Markt, desto unfreier der Mensch.

Und wie entscheidet also der simple Esel der Moderne, konfrontiert mit der ganzen Welt? Er reist um den Erdball, um jeden auffindbaren Heuhaufen zu begutachten. War er zuvor verwöhnt, stirbt er irgendwo zwischen Grönland und Feuerland an Überanstrengung. Ist er zäh, entschliesst er sich in Neuseeland für einen der beiden Haufen zu Hause (auch Esel sind Gewohnheitstiere). Dieser allerdings, ist inzwischen verrottet – und der zähe Esel verhungert.

Nachtrag: Was geschieht, wenn sie sich nicht entscheiden ? Weder beim Stromanbieter noch beim Telefon-Netzbetreiber ? Weder bei der Krankenkassen noch bei der Versicherung ? Schon mal versucht sich nicht für eine der obligatorischen Krankenkassen zu entscheiden ?
Das Gleichnis aus der Antike erzählt man sich heute noch, um der Qual der Wahl auf die Schliche zu kommen. Doch es geht gar nicht um die Qual der Wahl. Wie die Forschung zeigt, ist die Wahl unter wenigen genau umgrenzten Alternativen ist entschieden besser, als gar keine Wahl zu haben.
 
Doch entgegen dem Lehrsatz des Liberalismus "Je mehr Möglichkeiten der Mensch besitzt, desto freier ist er" , verwirren uns irgendwann die unzähligen Möglichkeiten. Man denke an die erdrückenden Joghurt-Regale im Supermarkt. Die Auswahl ist heute beinahe unendlich... «light», «halbfett», «Bio», mit 3,5% oder 6%Fruchtanteil, mit diesen oder jenen Bakterien... . Aber wir müssen nicht nur zwischen Joghurt «fettarm», «Fitness» und «Weight-Watcher» entscheiden, sondern auch zwischen Supermarkt und Webshop, zwischen Milch vom regionalen Bauern und Importmilch. Dabei vertrödeln wir so viel Zeit mit unwichtigen Entscheiden, dass die essentiellen Dinge auf der Strecke bleiben.

Es scheint doch eher:
Je freier der Markt, desto unfreier der Mensch.

Und wie entscheidet also der simple Esel der Moderne, konfrontiert mit der ganzen Welt? Er reist um den Erdball, um jeden auffindbaren Heuhaufen zu begutachten. War er zuvor verwöhnt, stirbt er irgendwo zwischen Grönland und Feuerland an Überanstrengung. Ist er zäh, entschliesst er sich in Neuseeland für einen der beiden Haufen zu Hause (auch Esel sind Gewohnheitstiere). Dieser allerdings, ist inzwischen verrottet – und der zähe Esel verhungert.

Nachtrag: Was geschieht, wenn sie sich nicht entscheiden ? Weder beim Stromanbieter noch beim Telefon-Netzbetreiber ? Weder bei der Krankenkassen noch bei der Versicherung ? Schon mal versucht sich nicht für eine der obligatorischen Krankenkassen zu entscheiden ?